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Ratgeber

Oblate, Zuckerpapier oder Fondantpapier?

Drei Papiere, ein Wort für alles: „Tortenaufleger“. Welches Papier unter deinem Motiv liegt, entscheidet über Farbe, Geschmack und darüber, ob der Aufleger nach einer Stunde noch da ist. Hier der Vergleich ohne Verkaufsdeutsch – inklusive der Stellen, an denen unser eigenes Papier nicht die beste Wahl ist.

Erst die Verwirrung: „Zuckerpapier“

„Zuckerpapier“ ist kein Papier, sondern ein Verkaufsname. Manche Shops meinen damit das dünne Dekorpapier mit wenig Zucker, andere das dicke Fondantpapier, das fast nur aus Zucker besteht. Frag also immer nach dem Zuckergehalt oder der Dicke – dann weißt du, was du bekommst. Wir schreiben hier konsequent Oblate, Dekorpapier und Fondantpapier.

Die drei Papiere im Vergleich

 OblatenpapierEsspapier, Wafer PaperDekorpapier / „Zuckerpapier“Dekorpapier Plus, Icing SheetFondantpapierauch als „Zuckerpapier“ verkauft
BasisKartoffelstärke, Wasser, ÖlStärke, Zucker, Maltodextrin, GlycerinFondant-Puderzucker, Glukosesirup, Stärke, Pflanzenfett
Zucker je 100 g*ca. 0 gca. 18 gca. 87 g
Dicke0,35–0,6 mm0,45–0,6 mm0,55–0,7 mm
Druckbildmatt, leicht durchscheinend, blassere Farbenkräftige Farben, glattbrillant, deckend, sieht aus wie Teil der Torte
Geschmackneutral, leicht mehligleicht süß, oft Vanillesüß, weicher Schmelz
Untergrundnur trocken: weißer Fondant, Marzipan, KekseFondant, Ganache; Buttercreme nur kurz vor dem ServierenFondant, Marzipan, feste Ganache; Buttercreme/Sahne nur kurz vor dem Servieren
Was schiefgehtwellt sich und wird grau bei FeuchtigkeitFarben laufen aus, wenn es feucht wirdwird auf nassen Cremes weich

* Herstellerangaben gängiger Esspapiere, gerundet. Keine Labormessung.

Warum wir auf Fondantpapier drucken

Unser Motiv ist eine Illustration, kein Schnappschuss. Sie lebt von deckenden Flächen und klaren Farben – und die liefert Fondantpapier am besten. Es ist blickdicht, also scheint auch eine bunte Torte nicht durch. Es ist dick genug, um sich sauber mit der Torte schneiden zu lassen. Und es schmeckt nach dem, was es ist: Zucker. Wer die Torte isst, isst den Aufleger mit, ohne ihn zu bemerken.

Der Preis dafür: Fondantpapier ist das teuerste der drei Papiere und das empfindlichste gegen Nässe. Genau deshalb steht der nächste Abschnitt hier und nicht im Kleingedruckten.

Sahnetorte? So klappt es trotzdem

Alle drei Papiere mögen keine Nässe. Fondantpapier ist für trockene Oberflächen gemacht: weißer Fondant, Marzipan, feste Ganache. Dort hält es stundenlang und lässt sich am Vorabend auflegen.

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    Auf Buttercreme oder Sahne: erst unmittelbar vor dem Servieren auflegen. 15 bis 30 Minuten sind unkritisch, drei Stunden nicht.

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    Wer früher dekorieren will: eine dünne Schicht weiße Kuvertüre oder feste Ganache als Trennschicht auftragen, kalt werden lassen, dann den Aufleger darauf.

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    Nach dem Auflegen nicht mehr in den Kühlschrank und nicht unter die Tortenhaube – Kondenswasser ist der eigentliche Feind, nicht die Creme.

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    Auf Fondant hilft ein Hauch Wasser mit dem Pinsel, damit sich das Papier verbindet. Auf Cremes: kein Wasser.

Lagern und lösen

Ungeöffnet flach, dunkel und bei Zimmertemperatur lagern – nie im Kühlschrank, dort zieht das Papier Feuchtigkeit und wird spröde. Löst sich die Trägerfolie schwer, hilft lauwarmes Föhnen der Rückseite für zehn Sekunden oder eine halbe Minute im Gefrierfach. Schneiden mit einem glatten, warmen Messer; kein Sägemesser.

Und die Tinte?

Gedruckt wird mit Lebensmittelfarben, die als Lebensmittelzusatz zugelassen sind. Einige davon sind Azofarbstoffe, die nach EU-Recht den Hinweis tragen, dass sie Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen können. Wir schreiben das auf die Produktseite und auf jedes Etikett, nicht nur hierhin. Titandioxid (E171) ist in der EU seit 2022 verboten und in unserem Papier nicht enthalten.

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